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Aktuelles
15. August 2022

Scheidenflora aufbauen: Die 6 wichtigsten Tipps

Die Scheidenflora ist ein wichtiger Indikator für die Gesundheit einer jeden Frau. Sie ist jedoch sehr empfindlich und kann durch Scheideninfektionen, bestimmte Medikamente, Stress und falsche Ernährung gestört werden. Die gute Nachricht ist, dass eine geschädigte Vaginalflora mit Sorgfalt und Geduld wiederhergestellt werden kann. Was genau zu tun ist und wie Sie Scheidenstörungen vermeiden können, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

Bildquelle: adobestock

Was ist eine Scheidenflora?

Die Scheidenflora ist eine Gesamtheit an nützlichen Bakterien, die sich in Ihrer Scheide befinden. Sie sind Bakterien, die Ihre vaginale Gesundheit vor Pilzen und Keimen schützen und die Entstehung von Infektionen verhindern. Der Hauptbestandteil des vaginalen Mikrobioms sind Lactobacillus Bakterien, ein Milchsäurebakterium, das aus Substanzen, die im Vaginalsekret enthalten sind und Milchsäure und Wasserstoffperoxid produziert. Dadurch wird das feuchte Klima in der Vagina sauer.

Wodurch kann die Scheidenflora gestört sein?

Normalerweise ist die Vagina im Gleichgewicht und durch ein saures Milieu vor äußeren Einflüssen geschützt. Manchmal kann dies gestört werden. Die Ursachen dafür können unterschiedlich sein und müssen genauer von einem Arzt festgestellt werden, aber die häufigsten sind:

Bestimmte Medikamente – Antibabypille, Antibiotika

Ein Antibiotikum tötet nicht nur schädliche Bakterien ab, sondern kann auch den Milchsäurebakterienhaushalt der Vagina beeinträchtigen. Hormonelle Medikamente wiederum stören den Hormonhaushalt. Medikamente können die Vaginalflora langfristig zerstören, sodass es schwierig ist, die Scheidenflora nach Antibiotika aufzubauen.

Hormonschwankungen, Schwangerschaft oder Wechseljahre

Störungen oder Veränderungen im Hormonhaushalt führen häufig zu einem Anstieg des Sexualhormons Östrogen. Je mehr Östrogen im Körper vorhanden ist, desto mehr Zucker wird von den Zellen in der Vagina abgesondert. Das ist genau das, was die schädlichen Bakterien so sehr mögen.

(Häufiger) Geschlechtsverkehr

Beim ungeschützten Geschlechtsverkehr gelangen Bakterien vom Penis oder Schambein des Mannes in die Scheide. Sperma kann den pH-Wert erhöhen, da es basisch ist. Ungeschützter Geschlechtsverkehr ist besonders bei Wechsel von analem zu vaginalem Sex gefährlich, da so Darmbakterien in die Scheide gelangen können.

Falsche Intimhygiene

Falsche Intimhygiene bedeutet nicht unbedingt, dass sie unzureichend ist. Es kann auch das Gegenteil bedeuten: Übermäßige Intimhygiene mit vielen Reinigungslotionen und Vaginalspülungen stört den natürlichen pH-Wert der Vagina, was die Scheidenflora stört.

Eine zuckerreiche Ernährung

Eine zuckerreiche Ernährung begünstigt das Wachstum von pathogenen Pilzen im Darm. Durch mangelhafte oder falsche Hygiene können diese Pilze in die Vagina eindringen, was Scheidenpilz auslösen kann.

Falsche Unterwäsche

Unterwäsche aus synthetischen, luftundurchlässigen Materialien trägt zu einem feuchten Klima im Intimbereich bei. Dadurch wird das Wachstum von Keimen und Pilzen gefördert. Enge Unterwäsche oder Kleidung kann zu ähnlichen Effekten führen, insbesondere im Sommer.

Was sind die Symptome einer gestörten Scheidenflora?

Die Störung der Scheidenflora wird meist erst mit dem Auftreten von Infektionen oder Unwohlsein sichtbar. Es gibt mehrere Anzeichen dafür, dass Ihr Scheidenmilieu gestört ist und behandelt werden muss:

  • Schmerzen im Unterleib und Rücken
  • Juckreiz und Brennen
  • Rötungen
  • trüber Urin
  • vermehrter riechender Scheidenausfluss
  • unangenehmer Geruch
  • sehr trockene Scheide

Scheidenflora aufbauen: Hausmittel & Tipps

Wenn Sie Symptome einer geschädigten Scheidenflora haben, raten wir Ihnen, einen Arzt aufzusuchen, um die Ursache herauszufinden und die richtige Behandlung zu finden. Sie können Ihrem Körper aber auch helfen und ihn beim Aufbau der Scheidenflora unterstützen.

Viel Wasser

Ein Wasserhaushalt sorgt für eine normale vaginale Feuchtigkeit, die unangenehme Gerüche und die Entwicklung pathogener Keime verhindert.

Zuckerarme Ernährung

Beim Aufbau der Scheidenflora sollte die Aufnahme von Zucker reduziert werden. Außerdem sollten Sie den Verzehr von Fleisch- und Milchprodukten aus Massentierhaltung reduzieren, da diese Hormone enthalten können. Gute Alternative – ausgewogene Ernährung, die reich an Ballaststoffen und gesunden Fetten ist.

Unterwäsche und Kleidung aus Naturmaterialien

Bei der Wahl der Kleidung sollten Sie auf atmungsaktive Kleidung achten, die Luft durchlässt und die Wärme nicht staut. Bei der Wahl der Unterwäsche sollten natürliche Materialien bevorzugt werden. Unterwäsche sollte täglich oder sobald sie verschmutzt ist, gewechselt werden. Achten Sie außerdem, vor allem im Sommer, darauf, dass Sie nasse Unterwäsche oder Bikinis sofort ausziehen und sie nicht auf der Haut trocknen lassen.

Intimhygiene

Bei der Intimpflege gilt die Regel: Weniger ist mehr – in den meisten Fällen reicht lauwarmes Wasser aus. Achten Sie auch auf die Hygiene nach dem Toilettengang, damit keine Bakterien aus dem Darm in die Scheide gelangen.

Einnahme von Milchsäurebakterien

Milchsäurebakterien sind ein hervorragender Baustein für den Wiederaufbau der Scheidenflora. Sie können durch den Verzehr von Joghurt, Sauermilchprodukten oder durch die Verwendung von Cremes und Gels mit Milchsäure gewonnen werden.

Wie lange dauert es, bis die Scheidenflora wieder aufgebaut ist?

Es kann lange dauern, bis sich die Scheidenflora wieder aufgebaut hat, da der Heilungsprozess immer individuell ist. Aber mit den richtigen Hilfsmitteln und einer guten Portion Geduld wird es Ihr Körper Ihnen danken.